BERGOGLIOS DENKEN

Kirche     ·  18.Jan 2018  ·  0 kommentar  ·  von Davide Perillo, Chefredakteur der Zeitschrift "Tracce"
Jorge Mario Bergoglio wurde am 17. Dezember 1936 geboren und am 13. Dezember 1969 zum Priester geweiht.

INTERVIEW MIT DEM ITALIENISCHEN PHILOSOPHEN MASSIMO BORGHESI

 Welche Autoren, Ideen, geschichtlichen Hintergründe haben das Denken von Papst Franziskus beeinflusst? Dazu hat der italienische Philosoph Massimo Borghesi kürzlich ein Buch veröffentlicht, indem er auch die umfassende Bildung des ersten Papstes aus Lateinamerika beleuchtet.

Eine Unmenge von Büchern, Artikeln und Aufsätzen hat Massimo Borghesi, Professor für Philosophie an der Universität Perugia, in monatelanger Arbeit ausgewertet. Die dann noch unbeantworteten Fragen hat er brieflich dem Papst vorgelegt. Dieser antwortete postwendend mit vier Audioaufnahmen, in denen er persönlich die Fragen beantwortete und die fehlenden Hintergrundinformationen lieferte.

Massimo Borghesi

Das Buch Jorge Mario Bergoglio. Una biografia intellettuale (Jaca Book, Mailand 2017) gibt es bisher allerdings nur auf Italienisch. Es eröffnet einen einzigartigen Blick auf den geistigen Hintergrund des ersten Papstes aus Lateinamerika, der gleichzeitig der erste Jesuit auf dem Stuhl Petri ist. Borghesi beschreibt, welche Ausbildung Franziskus erhalten hat, die Geschichte seiner Berufung, welche Autoren für ihn wichtig waren (darunter bekannte Namen wie Henri de Lubac, Romano Guardini, Hans Urs von Balthasar, aber auch Autoren, die in Europa kaum bekannt sind, wie Lucio Gera oder Amelia Podetti). Er stellt auch den geschichtlichen Kontext dar, in dem Bergoglio aufwuchs (ein Argentinien, das lange Zeit von den Peronisten und dann von einer Militärdiktatur regiert wurde). Außerdem rückt er eine Reihe von Verkürzungen und Vorurteilen zurecht, mit denen dem Papst in Kreisen europäischer Intellektueller gelegentlich begegnet wird.

Vielen ist dieser Papst zu „argentinisch“, er spricht zu viel von Randgebieten, über die Armen oder Volksfrömmigkeit. Manchen erscheint er als zu „links“, wenn er erklärt, die kapitalistische Wirtschaft töte, oder die Bedeutung der Umwelt hervorhebt. Anderen ist er zu „gutmütig“, wenn er die Barmherzigkeit mehr betont als die Wahrheit … Viele halten ihn schlicht für „naiv“. Vielleicht weil er eine einfache und für alle verständliche Sprache spricht. Seine Kritiker schauen auf ihn, so schreibt Guzmán Carriquiry, der Vizepräsident der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika, in seinem Vorwort zu Borghesis Buch, wie „jene Gesetzeslehrer, die sich fragten, ob aus Nazareth überhaupt etwas Gutes kommen könne“. Sie werfen ihm vor, sein Denken entspreche nicht „europäischen kulturellen Standards“.

Borghesis Buch belegt das Gegenteil. Das intellektuelle Rüstzeug des Jorge Mario Bergoglio ist äußerst umfassend und tief. Allerdings speist es sich teilweise aus Quellen, die wir in Europa kaum kennen. Borghesi führt uns diese geistigen Schätze Stück für Stück vor Augen.

Davide Perillo, Chefredakteur der Zeitschrift Tracce, hat mit Professor Borghesi gesprochen.

Jorge Mario mit seinen Eltern Regina und Mario Bergoglio.

 Wie ist dieses Buch entstanden?

Ich habe mich in zweifacher Weise herausgefordert gefühlt. Einerseits durch die provozierenden Vorwürfe der Bergoglio-Kritiker. Sie zögern nicht, Papst Franziskus vorzuwerfen, ihm fehle das nötige intellektuelle Rüstzeug für sein Amt. Dieser Vorwurf erwächst vor allem aus dem anmaßenden Snobismus europäischer Intellektueller gegenüber der südamerikanischen Kultur. Doch diese Kritik – und das ist der zweite Grund für mein Interesse – entspringt in Wahrheit einer tiefen Unkenntnis der geistigen Prägung Bergoglios. Ich habe seine Schriften aus der zweiten Hälfte der 70er-Jahre gelesen – er war damals junger Provinzial der Jesuiten in Argentinien – und habe deutlich den Eindruck gewonnen, dass er ein sehr origineller Denker ist. Bergoglio benutzte, um die Arbeit der Jesuiten und die Gesellschaft zu beurteilen, ein „polares“, antinomisches Modell, was die Kirche als complexio oppositorum sah. Das war ein klares philosophisches Paradigma. Dieses Modell taucht unter anderem in Evangelii Gaudium wieder auf, wo er die drei Gegensatzpaare und „vier Prinzipien“ einführt (Nr. 222-237). Merkwürdigerweise hat sich kein Forscher damit beschäftigt, woher dieses Schema kommt.

Zur Genese des Denkens von Papst Franziskus gehören auch in Europa sehr bekannte Namen: Lubac, Guardini, Balthasar … Manche bezweifeln aber, dass er deren Werke aufmerksam studiert hat. Sie belegen nun anhand von Quellen das Gegenteil. Was hat Bergoglio von diesen Autoren übernommen?

Der Journalist Sandro Magister hat tatsächlich aufgrund von Vorurteilen gegen den Papst bezweifelt, dass Romano Guardini in seinem Denken überhaupt Spuren hinterlassen habe. In Wirklichkeit sind sowohl Guardini (über den Bergoglio 1986 promovieren wollte) wie Lubac Quellen seines „antinomischen“ Denkens, demgemäß der Katholizismus in der Welt eine übernatürliche Einheit darstellt, in der die Gegensätze vereint, aber nicht aufgehoben sind, sondern „in Spannung“ verbleiben. Die Einheit verhindert, dass die Gegensätze zu Widersprüchen werden. Tun sie das, haben wir es mit Manichäismus zu tun, und jeder Dialog wird unmöglich.

Die Spuren Hans Urs von Balthasars finden wir im Denken Bergoglios ab den 90er-Jahren. Die Idee, dass das Gute und das Wahre sich im Schönen zeigen, durch die Anziehungskraft und das Faszinosum eines Zeugnisses, wird zu einem zentralen Punkt seiner missionarischen Perspektive. Das klärt sich für ihn übrigens auch durch die Lektüre von Büchern Don Luigi Giussanis. Dank dieser Texte tauchen in Bergoglios Denken eine Reihe von wichtigen Begriffen und Bildern auf: Begegnung, Staunen, Nachfolge, Erfahrung, die Begegnung Jesu mit Johannes und Andreas als Modell … In seinen Predigten finden wir alle bekannten Kategorien des Denkens von Giussani. Teilweise prägen sie auch das Schlussdokument der Generalversammlung der lateinamerikanischen Bischofskonferenz in Aparecida 2007, das unter Federführung des heutigen Papstes entstand.

Ein Mann hatte auch großen Einfluss darauf, wie der junge Bergoglio den heiligen Ignatius verstand: Gaston Fessard.

Ja. Das ist eine der wichtigsten Entdeckungen, die ich gemacht habe. Als ich begann, das Buch zu schreiben, war mir die Genese des Denkens von Papst Franziskus nicht klar. Ich wusste nicht, aus welcher Quelle seine „polare“ Vision der Wirklichkeit kam. Guardini konnte nicht die Quelle sein, denn dessen „Gegensatzlehre“ entdeckte er erst 1986. Die Lektüre der Texte half mir auch nicht bei der Klärung. Daher habe ich dem Papst über einen gemeinsamen Freund Fragen zukommen lassen, auf die er mir mit den Tonaufnahmen vorbehaltlos offen geantwortet hat. Dadurch trat das fehlende Puzzleteil zutage: Gaston Fessard, einer der großen intellektuellen Jesuiten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und enger Freund von Henri de Lubac. Das ist der Autor, der das Denken von Papst Franziskus beeinflusst hat. Er hatte das Werk La dialectique des ‚Exercises Spritituels‘ de Saint Ignace de Loyola von Fessard gelesen. Danach war er überzeugt, dass der ignatianischen Spiritualität eine Spannung zwischen den Polen Gnade und Freiheit zugrunde liegt, zwischen dem unendlich Großen und dem unendlich Kleinen, zwischen Kontemplation und Aktion. Das christliche Denken ist nicht statisch, sondern steht „unter Spannung“.

Jorge Mario Bergoglio mit Klassenkameraden im Salesianer-Kolleg von Ramos Mejía, Argentinien.

 In welchem Sinne ist dies auch ein „versöhnendes Denken“? Man könnte das ja auch wieder als zu friedliebend und gutmütig interpretieren …

Die Einheit, von der Bergoglio spricht, ist eben eine Spannungseinheit, die die Gegensätze nicht aufhebt. Eine Einheit, die sich dem Drama der Geschichte aussetzt. Er ist sicher kein Konservativer, aber eben auch kein naiver Progressiver. Er sieht ganz klar den tragischen Zustand der Welt von heute, deren nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Schutzwälle mit enormer Geschwindigkeit einbrechen. Wir erleben einen Dritten Weltkrieg „auf Raten“. Man setzt kein Vertrauen mehr in die internationalen Organisationen, sondern kehrt zum nuklearen Wettrüsten zurück. Franziskus ist in Sorge. Das Handeln der Kirche versucht zwischen den Parteien zu vermitteln, Brücken zu bauen. So war es in Syrien, als die USA in den Krieg eintreten wollten; so war es in Kuba, wo der Papst den Patriarchen von Moskau getroffen hat; so war es bei der Begegnung in Kairo mit Orthodoxen und Muslimen; in Zentralafrika, in Kolumbien.

 Ist das nicht eigentlich das typisch katholische „Sowohl-als-auch“? Ein lebendiger Katholizismus ist doch eigentlich immer eine Synthese …

Gewiss. Fessard sagt (mit dem heiligen Paulus), dass in Christus die dreifache Dialektik der Geschichte ihre Lösung findet: Sklaven – Freie, Männer – Frauen, Juden – Heiden. Das Christentum eint, was natürlicherweise getrennt ist. Bergoglios Modell ist die Begegnung zwischen Spaniern und Ureinwohnern in Lateinamerika: eine dramatische Begegnung, oft blutig, aber am Ende doch eine echte Begegnung. Die Inkulturation des Christentums, die Einheit in der Vielfalt, hat sich geschichtlich verwirklicht. Die Madonna von Guadalupe (die indianische Züge trägt) ist das Zeichen dieser Integration.

Bergoglio mit den Jesuiten-Novizen in Chile, 1950.

 Sie gehen in Ihrem Buch auf die Wurzel eines der überraschendsten Aspekte des Denkens von Papst Franziskus ein, nämlich die berühmten vier Prinzipien, die er in Evangelii Gaudium nennt: Die Zeit ist mehr wert als der Raum; die Einheit wiegt mehr als der Konflikt; die Wirklichkeit ist wichtiger als die Idee; das Ganze ist dem Teil übergeordnet. Für ihn sind das grundlegende Prinzipien. Das sieht man. Gleichzeitig aber irritieren sie uns. Woher kommen sie? Und warum sind sie so wichtig?

Sie entspringen der historischen Erfahrung, sie entstammen dem geschichtlichen Zusammenhang, in dem er gelebt hat und der aus harten Gegensätzen bestand. Sein Argentinien war jahrelang zerrissen zwischen den Extremen: einerseits das Militärregime, andererseits das revolutionäre Sendungsbewusstsein der Guerilla. Dazwischen stand die Kirche, gewissermaßen in „Geiselhaft“. Sie schwankte zwischen dem Komplizentum mit der Macht einerseits und der marxistisch geprägten Theologie der Befreiung andererseits. Die vier Prinzipien bestätigen auf der einen Seite den Wert der Einheit des Volkes, im Gegensatz zu den Plänen der Politik, das Volk auseinanderzudividieren, es zu instrumentalisieren, als Kanonenfutter zu missbrauchen. Die Kirche steht auf der Seite des Volkes, des pueblo fiel (des treuen Volkes), das glaubt, liebt und leidet. Auf der anderen Seite bekräftigen diese Prinzipien, dass die Wirklichkeit wichtiger ist als jede Ideologie, egal ob von links oder von rechts.

 In diesem Zusammenhang sprechen Sie auch viel von Autoren, die uns weniger bekannt sind, aber für Franziskus sehr wichtig. Amelia Podetti zum Beispiel, eine argentinische Philosophin. Der Papst sagt, dass er die Intuition über der Bedeutung der Peripherien von ihr hat.

Ja, das stimmt. Podetti ist der Ansicht, dass der Blick auf die Welt sich wandelt, wenn man sie von ihren Rändern her betrachtet, von den Verwerfungen, von den Bruchstellen aus. Wer sich immer im Zentrum der Metropolen bewegt (oder im Zentrum der großen Staaten), der lebt wie in einer Blase. Er nimmt das Drama der Geschichte nicht wahr, die Ungerechtigkeit. Er spürt auch die Erdbeben nicht, die kurz bevorstehen. Die Sicht von Papst Franziskus geht von den Rändern aus, von den Armen, von denen das Evangelium spricht. Das heißt aber nicht, dass es ihm vorrangig um die Dritte Welt geht. Die Polarität zwischen Globalisierung und dem lokalen Bezug ist eines der tragenden Elemente seines Denkens.

 Ein weiterer wichtiger Autor ist Alberto Methol Ferré, ein Philosoph aus Uruguay. Welchen Einfluss hatte er?

Als Erzbischof von Buenos Aires fuhr Bergoglio oft mit der U-Bahn.

Sehr großen. Methol Ferré war der größte katholische Intellektuelle Lateinamerikas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein dialektischer Thomismus ist – ebenso wie bei Bergoglio – von Fessard beeinflusst. Die Wege von Methol und Bergoglio kreuzten sich bei der Konferenz von Puebla im Jahr 1979. Ab da wird Methol, neben Fessard, Guardini und Podetti, zum intellektuellen Bezugspunkt für Bergoglio. Das Denken von Methol Ferré verdankt, wie ich in meinem Buch zeige, viel seiner originellen Rezeption der Philosophie Augusto del Noces. Bergoglio teilt mit ihm die Idee eines großen lateinamerikanischen Heimatlandes, vor allem aber die „Theologie des Volkes“. Das war eine argentinische Version der Befreiungstheologie, die von Lucio Gera, Rafael Tello, Justino O’Farrel und Juan Carlos Scannone entwickelt worden war. Für die Theologie des Volkes galt die Präferenz für die Armen, wie sie die Kirche Lateinamerikas bei den Konferenzen von Medellin und Puebla ausgesprochen hatte. Außerdem schätzte sie die Volksfrömmigkeit sehr hoch ein, die die Modernisten stark kritisierten. Und sie lehnte die marxistische Weltanschauung entschieden ab.

 In welchem Sinn ist Franziskus nun ein „südamerikanischer Papst“? Was heißt das wirklich, wenn man einmal von den Vorurteilen und Vereinfachungen absieht?

Der Papst ist zutiefst Südamerikaner. Vor allen Dingen als ein Katholik, der das Zeitalter der großen Erneuerung der lateinamerikanischen Kirche miterlebt hat: Medellin (1968), Puebla (1979) und Aparecida (2007). In Aparacedia war er einer der Protagonisten. Aufgrund seiner Bildung ist er aber auch zutiefst europäisch geprägt. Die Jesuiten der Lyoner Schule, de Lubac und Fessard, Romano Guardini, Karl Grumbach und Michel de Certeau, Hans Urs von Balthasar waren sehr wichtige Autoren in seiner Ausbildung. Das sind alles Europäer.

 Wahrheit und Barmherzigkeit, Freiheit und Gnade … Wie bringt ein synthetisches Denken wie das von Bergoglio diese verschiedenen Momente zusammen?

In Form der polaren Dialektik. Der Papst übertreibt, im Gegensatz zu dem, was seine Kritiker sagen, die Barmherzigkeit nicht. Er behauptet auch keinen Primat der Praxis über die Lehre. Barmherzigkeit ist die geschichtliche und konkrete Manifestation der Wahrheit. Die Wahrheit ist stets universell; die Barmherzigkeit ist ihre je besondere Ausprägung, was auch eine Unterscheidung des Einzelfalles erfordert. Das ist eine typische Antinomie.

 Kann man sagen, dass Bergoglio gewissermaßen „aus der Geschichte lernt“, um einen Ausdruck zu benutzen, der Don Giussani sehr am Herzen lag? Oder wäre das ein bisschen konstruiert?

Nein, es ist genau so. Er selber hat seine Herangehensweise erklärt mit drei Schritten: Inspiration – Konzept – Wirklichkeit. Bergoglio geht von einer Intuition aus, die zunächst Gegenstand der Reflexion wird und dann mit der Wirklichkeit abgeglichen. Eines seiner Prinzipien besagt, dass die Wirklichkeit wichtiger ist als die Idee. Das ist ein ursprünglich thomistisches Prinzip. Der Bezug zur Wirklichkeit, und daher zur Geschichte, ist unerlässlich. Wenn das fehlt, verknöchert jedes Denken, auch das „christliche“; es wird zur reinen Wiederholung und schließlich dogmatisch im negativen Sinne des Wortes. In dem Interview, das Pater Antonio Spadaro mit Franziskus für die Zeitschrift Civiltà Cattolica geführt hat, gibt es eine bedeutsame Anmerkung: „Wann also ist ein Denkausdruck nicht gültig? Wenn ein Gedanke das Humanum aus den Augen verliert oder wenn er das Humanum gar fürchtet oder wenn er sich über sich selbst täuschen lässt. […] Das Denken der Kirche muss wieder Genialität gewinnen und muss immer besser begreifen, wie der Mensch sich heute versteht, um so ihre eigene Lehre besser zu entwickeln und zu vertiefen.“

Und worin besteht diese „Genialität“, die es wiederzugewinnen gilt?

Das christliche Denken wird dann genial, wenn es sich innerhalb der Polarität zwischen dem Eintauchen in das Fleischliche der Welt einerseits und der „mystischen“ Öffnung für Gott, der je größer ist, andererseits bewegt, wenn es der Selbstbezüglichkeit, dem Klerikalismus, der in sich geschlossenen Welt eines in Watte gepackten und leblosen Spiritualismus entkommt. Sowohl für Bergoglio wie für de Lubac besteht die schwerste Sünde in einer „geistlichen Weltlichkeit“, im Moralismus derer, für die Gott lediglich der Spiegel ihrer eigenen Gewissheiten und Ambitionen ist.

von Davide Perillo, Chefredakteur der Zeitschrift "Tracce"

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