„EINE INTENSITÄT DES LEBENS, DIE ICH NICHT MEHR VERLIEREN MÖCHTE“

CL    ,  ·  10.Jan 2014  ·  0 kommentar  ·  von Maria Groos

Armut, Krankheit und humanitäre Katastrophen in Afrika, auf den Philippinen und in Syrien – Hilfsorganisationen wie AVSI und Support International unterstützen vor Ort die Notleidenden. In Deutschland wird das Spendensammeln für sie zu einer Gelegenheit, unser eigenes Menschsein neu zu entdecken.

Die Nachrichten aus den verschiedenen Krisengebieten sind erschütternd: Menschen auf der Flucht vor Krieg, der ihr Heimatland zu zerreißen droht, vor Naturkatastrophen, die ihr Hab und Gut zerstören, vor dem Elend, das schon seit Generationen zum Alltag ihrer Familien gehört. Unwillkürlich regt sich da der Wunsch, ihnen mit einer Geste der Aufmerksamkeit, der Liebe und der solidarischen Hilfe zu zeigen: Wir sind an eurer Seite.

Das war der Ausgangspunkt der „Weihnachtsstände“, der alljährlichen Benefizaktion zugunsten notleidender Menschen in aller Welt, die Comunione e Liberazione gemeinsam mit Support International und der Fondazione AVSI aus Mailand durchführt. Unsere Partner in den Krisengebieten sind Christen, die sich seit vielen Jahren um Gesundheit, Bildung und Arbeit der Bevölkerung dort kümmern. Im Libanon haben sie ein Aufnahmelager für syrische Flüchtlinge errichtet und bieten ihnen eine Grundversorgung und Schulunterricht. Auf den Philippinen nehmen sie Schüler auf, die sonst keinen Abschluss machen könnten, weil ihre Schule zerstört ist. In Uganda kümmern sie sich um Aidskranke und die Ausstattung eines Krankenhauses. Mit ihrer Präsenz wollen sie auch den Menschen in ihrer Umgebung die Gelegenheit geben, Christus so zu begegnen, wie das ihnen selbst geschenkt worden ist. Die Spenden aus Europa sollen sie dabei unterstützen.

An zahlreichen Orten in Deutschland gab es in den letzten Wochen die unterschiedlichsten Initiativen der Solidarität mit den Bedürftigen. Manche haben einfach in ihrer Nachbarschaft, am Arbeitsplatz oder beim Stammtisch Spenden gesammelt. Eine Freundin hat allein in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis für mehr als 500 Euro Schmuck verkauft, der von armen Frauen in Uganda aus Altpapier gefertigt wird. Andere haben zu einem Benefizessen oder zum Adventssingen in ihre Wohnung eingeladen, wo sie Informationstafeln zu den Projekten aufgehängt hatten. Weihnachtsmärkte boten Gelegenheit, Selbstgebackenes zu verkaufen oder Kunsthandwerk aus Afrika. Einige haben durch Kinderbetreuung Geld eingenommen und gespendet. Schüler boten Schoko-Nikoläuse feil …

In München ließ jemand Weihnachtskarten mit Mariendarstellungen syrischer Klöster und Kirchen drucken und verkaufte sie. Die Schönheit, die in diesen Motiven zum Ausdruck kam, hat besonders viele Menschen fasziniert. Ein Informationsstand bot gleichzeitig Gelegenheit, über die Lage der Flüchtlinge in Syrien wie auch über die eigenen Beweggründe für diese Aktion ins Gespräch zu kommen. Chorkonzerte waren nicht nur ein Genuss für die Zuhörer, sondern riefen auch in den Mitwirkenden Freude und Dankbarkeit hervor. Viele der Initiatoren und Teilnehmer haben auf den folgenden Seiten beredtes Zeugnis davon abgelegt, welch bereichernde Erfahrungen sie bei diesen Benefizaktionen gemacht haben.

Nicht zuletzt hat all dies zu einer beeindruckenden Spendenbereitschaft geführt. In den letzten Wochen des Jahres 2013 kamen für das Lubaga Hospital in Kampala/Uganda 8.200 Euro zusammen, für die Schulschwestern in Calabanga/Philippinen 6.500 Euro, für den Meeting Point International 2.000 Euro und für syrische Flüchtlinge 28.000 Euro.

Weitere Informationen unter: www.supportinternational.de

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von Maria Groos

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